Selbstbräuner FAQ

Selbstbräuner werden immer beliebter, doch wie sieht es eigentlich mit der Wirksamkeit dieser Produkte aus und wie erzielt man den besten Bräunungseffekt mit Selbstbräunern? Für alle die noch keine oder wenig Erfahrung mit den Bräunern aus der Tube gemacht haben, haben wir hier ein kleines Selbstbräuner FAQ erstellt um die wichtigsten Fragen vor der Anwendung zu klären.

Wirkstoff im Selbstbräuner

  • Die meisten Selbstbräuner im HandelSelbstbräuner FAQ
    enthalten den Wirkstoff Dihydroxyaceton (DHA). DHA ist ein pflanzliches Kohlenhydrat, welches in einer Konzentration von 2 – 5 % im Selbstbräuner enthalten ist. Dieser Wirkstoff dringt in die oberen Zellschichten der Haut ein und reagiert dort mit dem in den Hautzellen enthaltenen Keratin. Dadurch entsteht die Bräunung.
Auf Feuchtigkeit achten!
DHA entzieht der Haut viel Feuchtigkeit, daher ist es wichtig seine Haut regelmäßig mit Feuchtigkeitscreme zu pflegen. Dies sorgt auch für eine länger anhaltende Bräune.

Wirkung von Selbstbräunern

  • Wie bereits erwähnt, enthalten Selbstbräuner den Wirkstoff Dihydroxyaceton (DHA). Trägt man den Bräuner auf die Haut auf, so reagieren die Proteine und Aminosäuren der oberen Hautschicht mit dem DHA und färben die obereste Hautschicht braun. Jedoch erneuert der Körper nach wenigen Tagen die obere Hautschicht wodurch die Bräune wieder verschwindet. Auch durch regelmäßige Anwendung von Selbstbräunern kann man diesen Effekt der Hauterneuerung nicht verhindern und ist somit gezwungen das Produkt

    regelmäßig anzuwenden, wenn man stets eine gebräunte Haut haben möchte. Auch sollte man bei der Anwendung von Selbstbräunern darauf achten, Stellen an denen die Haut von einer dicken Hornhautschicht bedeckt ist, nicht mit Bräunern einzucremen, da diese Stellen ohnehin schon bräuner als die restliche Haut sind. Solche Stellen befinden sich beispielsweise an Händen, Knien oder am Ellenbogen. Selbstbräuner beginnen bereits nach wenigen Stunden zu wirken. Auch ist es möglich, durch regelmäßige Anwendungen von Bräunern die Nachhaltigkeit der Bräune zu erhöhen. Wie bereits erwähnt, ist dies jedoch nur für einen begrenzten Zeitraum möglich. Je größer die Konzentration von DHA im Selbstbräuner, desto dunkler wird die Bräune. Hierbei sind so gut wie alle Brauntöne im Handel erhältlich. Ungefähr 10% aller Menschen sind gegen den im Selbstbräuner enthaltenen Wirkstoff DHA resistent. Das heißt, dass bei diesen Menschen die Wirkung von Selbstbräunern ausbleibt. Wissenschaftliche Erkenntnisse zu diesem Phänomen stehen noch aus, es wird allerdings vermutet, dass bei den betroffenen Menschen zu wenig Proteine in den entsprechenden Hautschichten zur Verfügung stehen um mit dem DHA zu reagieren.

Selbstbräuner ist kein Sonnenschutz!
Selbstbräuner schützen in der Regeln nicht, oder nur im sehr geringen Maße vor Sonneneinstrahlung. Daher ist es wichtig, die von Selbstbräunern gebräunte Haut durch die Verwendung von zusätzlichem Sonnenschutz zu schützen. Ein Sonnenschutz durch Sonnencreme oder andere Maßnahmen ist zwingend erforderlich!

Wie lange hält die Bräune?

  • Die erste Hauttönung tritt in der Regel nach 2-3 Stunden auf. Wenn man den Bräuner richtig anwendet, bleibt im Normalfall die Bräune für mindestens 3 Tage bestehen. Das Produkt sollte man alle 3-4 Tage erneut auftragen um eine anhaltende Bräune zu garantieren.

Welche Selbstbräuner Arten gibt es noch?

Nicht jeder Selbstbräuner ist gleich. Es gibt zahlreiche verschiedene Selbstbräuner Varianten und jedee hat ihre Vor und Nachteile. So gibt es etwa Lotionen, Gele oder Sprays. Jede einzelen Variante hat dabei seine Vor und Nachteile.

  • Selbstbräuner Lotion
    • Eignet sich vor allem für Menschen mit trockener und empfindlicher Haut
    • Verwendet man für eine eher zarte Bräune
    • Für noch unerfahrene Anwender zu empfehlen
  • Selbstbräuner Gel
    • Eignet sich für Menschen mit fettiger Haut
    • Verwendet man eher für einen intensiveren Bräunungsgrad
    • Für eher erfahrene Anwender zu empfehlen
  • Selbstbräuner Spray
    • Besonders für eine gleichmäßige Verteilung zu empfehlen
    • Für die Anwendung auf dem Körper und nicht im Gesicht zu empfehlen
    • Eher für erfahrene Anwender zu empfehlen
  • Selbstbräunungstücher
  •  

     

    Eine weitere Selbstbräunervariante, welche allerdings nicht weit verbreitet ist und eher für Unterwegs gedacht ist, sind Selbstbräunungstücher. Diese sind wohl die praktischste Variante sich selbst zu bräunen und vor allem für Menschen zu empfehlen, welche oft auf Reisen oder Unterwegs sind und nicht jedesmal eine Tube Selbstbräuner mitschleppen möchten.
    Die Tücher sind mit einer Lotion aus Selbstbräuner getränkt und reichen jeweils nur für eine Anwendung. Zu beachten ist, dass es extra Selbstbräunungstücher für den Körper und für das Gesicht gibt. Wendet man ein solches Tuch an, so sollte man mit dem Tuch in kurzer Zeit möglichst über alle betreffenden Hautstellen wischen. Das Tuch gibt so die Lotion an die Haut ab. Nach der Anwendung sollte man mit dem Tuch noch einmal über sämtliche betroffene Hautstellen reiben und die Lotion so möglichst gleichmäßig verteilen. Es empfiehlt sich vor der Anwendung der Tücher die Haut einzucremen, da die Bräunungstücher keine pflegenden Inhaltsstoffe für die Haut beinhalten.

    Unterschied zwischen Selbstbräuner für Gesicht und Körper

    • Man sollte auf jeden Fall einen Unterschied zwischen einem Selbstbräuner für das Gesicht und einem Selbstbräuner für den Körper machen. Denn die Gesichtshaut ist wesentlich sensibler als die Haut am Körper und benötigt deshalb auch mehr Pflege. In Produkten die für das Gesicht gedacht sind, sind in der Regel wesentlich mehr Pflegesubstanzen enthalten, als es in Produkten für den Körper der Fall ist. Auch sind Produkte für das Gesicht in der Regel nicht parfümiert da dies zu Allergien führen könnte. Grundsätzlich kann man sagen, dass sich Sprays besser für die Anwendung auf dem Körper eignen, da man so eine große Fläche gleichmäßig mit Selbstbräuner abdecken kann.

    Die richtige Anwendung

    Für einen optimalen Bräunungseffekt, ist es wichtig den Selbstbräuner richtig anzuwenden. So funktionierts:

    Duschen & Peelen

    • Am besten ist es, wenn man sich vor dem Auftragen des Produkts duscht und anschließend die Haut peelt. Mit einem Luffa-Handschuh oder einem Peelingprodukt lassen sich Verhornungen der Haut und Hautschuppen ganz leicht entfernen. Immer daran denken, dass die Tönung um so gleichmäßiger wird, je glatter die Haut ist.

    Eincremen

    • Da feuchte Haut besser die Farbe des Selbstbräuners aufnehmen kann als trockene Haut, ist es ratsam sich vor dem Auftragen des Bräuners mit einer Feuchtigkeitscreme einzucremen. Am besten ist es das Produkt zu erst auf den Beinen mit kreisförmigen Bewegungen aufzutragen. Danach die restlichen Körperstellen. Nach dem Auftragen unbedingt die Hände waschen, sonst gibt es unschöne Verfärbungen an den Händen. Die Creme ca. 20 min einwirken lassen bevor man sich wieder anzieht. Sonst drohen Flecken auf der Kleidung. Tipp: Wenn man den Selbstbräuner mit Bodylotion im Verhältnis 50/50 mischt, lässt sich dieser gleichmäßiger verteilen.
    So wird man die Bräune im Notfall wieder los
    Falls die Bräune zu fleckig ist, oder nicht den gewünschten Vorstellungen entspricht, wird man die Bräune folgendermaßen wieder los: Haut mit einem Peeling abreiben und anschließend einen Wattepad in alkoholhaltiges Gesichtswasser tunken und über die betreffenden Stellen wischen.

    Die Bräune pflegen

    • Die Bräune hält um so länger, je mehr sie ihre Haut pflegen. Durch Feuchtigkeitscreme können sie den Abschuppungsprozess der Haut hinauszögern. Besonders zu empfehlen sind hier Bodylotions und Cremes mit einem geringen Anteil an Selbstbräuner.
    Unterschiedliche Selbstbräuner für Gesicht und Körper
    Will man ein möglichst optimales Bräunungsergebnis erzielen, sollte man nicht das selbe Produkt für Körper und Gesicht verwenden. Da die Gesichtshaut wesentlich zarter und empfindlicher ist, empfiehlt es sich, einen entsprechenden Selbstbräuner auswählen.

    Sind Selbstbräuner gesundheitsschädlich?

    • Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Sicher ist, dass der in den meisten Selbstbräunern enthaltene Stoff Dihydroxyaceton (DHA) Allergien auslösen kann. Eine Untersuchung der Zeitschrift Ökotest zeigte zudem, dass das Dihydroxyaceton (DHA) je nach Lagerung und Lagerdauer zerfallen kann und als Abfallprodukt der Stoff Formaldehyd zurückbleibt. Formaldehyd kann Krebserregend sein und reizt schon in geringen Mengen die Schleimhäute. Daher ist es wichtig das Selbstbräuner Produkt kühl zu lagern und auf jeden Fall vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums zu verwenden. Auch wird davon abgeraten, Selbstbräuner während einer Schwangerschaft zu verwenden, da die darin enthaltenen Stoffe den Fötus schädigen könnten. Dennoch sind Selbstbräuner ungefährlicher als UV-Strahlung und sicherlich die gesündere Alternative zu Solarium oder Sonnenbaden. Allerdings sollte man Selbstbräuner bewusst und mit gesundem Menschenverstand verwenden und im Zweifel immer einen Hautarzt zu Rate ziehen. Ohne Zweifel ist es am gesündesten ganz auf braune Haut zu verzichten.

     
     
    Wichtiger Hinweis!
    Wir übernehmen keine Verantwortung für eventuell hervorgerufene Schäden jeglicher Art, welche durch die Anwendung von Selbstbräunern entstehen können. Wir möchten lediglich über die Anwendung und die verschiedenen Selbstbräunerprodukte informieren und begleitend bei einer Kaufentscheidung wirken.

     
    Bildquelle: Inga Ivanova / istockphoto.com

    VN:F [1.9.16_1159]
    Rating: 3.7/5 (26 votes cast)
    Selbstbräuner FAQ, 3.7 out of 5 based on 26 ratings